Kunstfestival FrankreichFestival Normandie Impressionniste
Portraits - Der Impressionismus hat ein Gesicht

6-tägige Kunstreise
Paris, Rouen und die Küste der Normandie

Ein handfester Skandal erschütterte die Kunstwelt, als Maler im 19. Jahrhundert die französische Revolution des Sehens wagten. Sie begnügten sich nicht mehr damit die Natur abzubilden, sondern versuchten, den Augenblick einzufangen. Claude Monets Gemälde "Impression. Soleil Levant" aus dem Jahre 1872 gab dem Impressionismus seinen Namen: Ein flüchtiger, subjektiv wahrgenommener Moment, festgehalten in wenigen Pinselstrichen, die Reflexe des Lichts auf Wasser skizzenhaft erfassend. Damals fielen die Gemälde beim Publikum durch, heute ist der Impressionismus die vielleicht beliebteste und bekannteste Stilrichtung.

Das Festival Normandie Impressionniste gehört zu den herausragendsten Kunstereignissen Frankreichs. Es findet alle drei Jahre statt.

2013 wurde das Wasser thematisiert und 2016 stand das Festival unter dem Schwerpunktthema 'Portraits'. Weit über eine Million Besucher wurden zu den großen Sonderausstellungen begrüßt, für die bedeutende Werke aus aller Welt zusammengestellt wurden.

Ihre Reiseimpressionen

Wir beginnen unsere Studienreise in Paris, wo wir insbesondere mit dem Besuch des Musée d'Orsay einen thematischen Einstieg und ersten Überblick über den Kunststil des Impressionismus geben. Dann führen wir Sie zu zahlreichen Stätten der Inspiration und des Wirkens der Künstler. Mit dieser sehr besonderen Reise stellen wir die Werke sowohl thematisch wie auch regional in einen anschaulichen und facettenreichen Rahmen.

1. Tag: Anreise, Stadtrundfahrt Paris - Eiffelturm, Champs Elysées, Notre-Dame, Montmartre
Für Ihre individuelle Anreise empfehlen wir die komfortablen Direktverbindungen mit der Bahn. Alternativ beraten wir Sie gern zur Linienfluganreise. Reisebeginn ist gegen 14:00h im Hotel Albert 1er nahe des Gare de L'Est/Gare du Nord in Paris. Sie werden hier von Ihrer Reiseleitung begrüßt. Nachdem Ihr Gepäck deponiert ist, starten wir direkt zu einer Stadtrundfahrt zu den schönsten Plätzen von Paris. Unsere Rundfahrt endet am frühen Abend im Künstlerviertel Montmartre bei einem Glas Wein. Sie können dann mit dem Bus zum Hotel zurückkehren oder unserer Restaurantempfehlung folgen. Die Restaurants am Montmartre inspirierten u.a. Renoir, van Gogh, Toulouse-Lautrec und Picasso.

Stadtrundfahrt Paris - Eiffelturm, Champs Elysées, Notre-Dame, Montmartre

2. Tag: Bewegende Farbe und erste Impressionen eines Stils - Museen Orsay, Orangerie und Marmottan
Mit dem heutigen Tag in den Museen von Paris stellen wir das Festival in einen umfassenderen kunsthistorischen Rahmen. Monets Gemälde "Impression. Soleil Levant" wurde ab 1872 namensgebend für den Kunststil, doch sein Beginn war es nicht. Das Musée d'Orsay beherbergt eine umfassende Sammlung von Gemälden und Skulpturen, u.a. Pissaros Blumen sowie Renoirs "Bal du Moulin de la Galette" von 1876. Im Musée Marmottan fasziniert die weltweit größte Sammlung von Werken Monets. Sie geht auf Schenkungen aus dem direkten Umkreis des Künstlers zurück. Seine wichtigsten Werke finden Sie hier. Monets "Nymphéas" stehen im Mittelpunkt unseres Besuchs des Musée de l'Orangerie. Sie waren beim Festival 2013 zentraler Punkt der Ausstellungen. Auf der Rückfahrt zum
Hotel können Sie gern an der Brasserie Mollard aussteigen und dort individuell essen gehen. Bereits 1867 gegründet, gehört dieses stilvolle Restaurant zu den architektonisch schönsten und ältesten gastronomischen Adressen in Paris.

3. Tag: Maler, Gärtner und Szenen des Lebens - Ausstellungen der Museen in Giverny und Rouen
Monet liebte sein Haus "Clos Normand" in Giverny, dessen Garten ihn über 40 Jahre lang  inspirierte. Die Seerosenbilder mit horizontlosen, sich spiegelnden Wasserflächen sind ein letztes Kapitel seines Wirkens. Anlässlich des Festivals werden hier u.a. auch Werke von Gustave Caillebotte und Joaquín Sollora zu sehen sein (temporär). Das Museum der Schönen Künste in Rouen beherbergt mit "Szenen des Impressionistischen Lebens" eine der wichtigsten Ausstellungen des Festivals. Sie umfasst 100 Meisterwerke, darunter 'Meditation - Madame Monet auf dem Sofa' von 1872. Neben den Portraits an sich wirft die Ausstellung Licht auf das soziale Leben des 19. Jahrhunderts, die Stellung der Frau in der Gesellschaft sowie die Rolle des Künstlers. Am Abend erreichen Sie Ihr 4-Sterne Hotel in Trouville. Es liegt nur ca. 130m vom Meer entfernt. Hier werden Sie drei Nächte wohnen.

Reflexionen in GivernyClaude Monets "Clos Normand"Rouen

4. Tag: Die Darstellung des natürlichen Lichts - Ausstellung in Le Havre, Felsen von Etretat und Fécamp
Das Museum der modernen Kunst André Malraux, kurz MuMa, zeigt die Sonderausstellung "The Studio of Light / L'atelier de la lumière". Diese Ausstellung ist Eugène Boudin gewidmet, dem Vorläufer des Impressionismus und ersten Freilichmaler. Er arbeitete bereits als Kind auf einer Fähre zwischen Le Havre und Honfleur. Eine Küstenfahrt von Fécamp nach Etretat und ein Spaziergang auf den Kreide-Klippen verdeutlichen vor Ort, welche Faszination das Meer und die schnell wechselnden Reflektionen des Lichts auf dem Wasser auf die Künstler des Impressionismus ausübte. Unterwegs besuchen Sie einen Bauernhof und probieren bei einem Picknick den lokalen Ziegenkäse und Cidre.

5. Tag: Natur als Thema - Ausstellung in Caen, Calvados und die Küste von Deauville&Honfleur
Heute gehen den Tag ganz entspannt an. Die Ausstellung im Museum der Schönen Künste in Caen titelt "Landscapist by Nature". Es werden Gemälde von Frits Thaulow (1847–1906) gezeigt, dem führenden norwegischen und in Frankreich lebenden Naturalisten des Impressionismus und Postimpressionismus. Er war der Cousin von Edvard Munch und Schwager von Gaugin. Sein Einfluss in der Landschaftsmalerei führte Monet 1895 nach Norwegen. In einer Calvados-Brennerei stärken wir uns mit Käse und Apfelkuchen für den Nachmittag. Die normannische Küste war bereits im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel der Pariser Bevölkerung. Wie sich die damaligen Strandszenen mit ihren wehenden, eleganten Reifröcken und tollkühn Badenden nun im 21. Jahrhundert darstellen, erleben Sie anschließend in den mondänen Badeorten Deauville und Trouville. Hier entdecken Sie auch ein Motiv, dass Sie bereits im Musée d'Orsay gesehen haben: "Hotel des Roches Noires" von Monet. Wie in Le Havre, zog auch der Hafen von Honfleur damals wie heute zahlreiche Künstler an die versuchten, das Licht der Seinemündung und die Bewegungen des Meeres festzuhalten - Momente von Licht und Meer, die in ihrer besonderen Faszination zeitlos erscheinen.

Momente am Meer

6. Tag: Ein letzter Augenblick und ein Leben für die Kunst - Auvers sur Oise und Heimreise
In Auvers arbeiteten Pissaro, Cézanne und Van Gogh. Wir bummeln auf den Spuren der Künstler durch den malerischen Ort und zum Grab von Van Gogh. Bei einem Farewell-Drink verabschieden wir uns dann im Dorfcafé und erreichen nach kurzer Fahrt gegen 13:45h den Gare de l'Est/Gare du Nord in Paris. Dann erfolgt die individuelle Heimreise. Gern arrangieren wir auch Verlängerungsnächte.

 

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